Ein dichtes Netz von Bauwerken
Die Maginot-Linie ist eine Verteidigungslinie, die aus Bauwerken unterschiedlicher Größe und Funktion besteht, welche entsprechend der Geländeformation und der strategischen Bedeutung der zu schützenden Bereiche verteilt wurden. Im Elsass gibt es zahlreiche Bauwerke, die von dieser Einrichtung zeugen und für Besucher restauriert wurden. Diese vermitteln Ihnen einen umfassenden Eindruck davon, was die Verteidigungslinie in Frankreich war.
Die befestigte Front besteht allgemein aus drei Arten von Bauwerken:
- die Kasematten der Maschinengewehrschützen, die 1 bis 1,2 km voneinander entfernt sind,
- die Forts, die regelrechte Bollwerke waren, alle wichtigen Punkte besetzten und unter Kasematten oder Geschütztürmen über Geschütze verfügten. Sie lagen 10 bis 12 km auseinander,
- die ebenerdig oder in Höhlen befindlichen betonierten Grossunterstände dienten als Behausung für die Reserve-truppen vor Ort.
Ein doppeltes Hindernis in Form eines äußeren Schienenrings zur Panzerabwehr, gefolgt von einem dahinter liegenden inneren Stacheldrahtring markiert 5 bis 15 km von der Grenze entfernt die Grenze zum befestigten Gebiet. Darüber hinaus handelte es sich bei den Festungen um regelrechte unterirdische Städte, die von der Oberfläche aus keineswegs vermutet werden konnten. Die Festungen waren um die Kampfblocks herum angelegt, aus denen Geschütztürme herausragten. Diese waren in einem Abstand von 30 bis 50 m verteilt. 30 bis 40 m unter der Erde verband ein mehrere Kilometer langes Gängenetz die unterirdischen Räume miteinander, in denen sich das Munitionslager, die Krankenstation und Duschen, Kasernenbereiche, Küchen, Stromwerke, Reparaturwerkstätten, Gasluftneutralisierungskammern und der Befehlsstand befanden. Die Munitionen wurden in Waggons befördert. |