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Orte der Erinnerung im Unterelsass | |
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In jüngerer Vergangenheit wurde das Elsass zum Spielball zwischen Frankreich und Deutschland, die "Zerreißprobe" began mit dem Krieg von 1870. Kämpfe und Schlachten (Wissembourg und Froeschwiller) machten den Weg frei für den deutschen Zusammenschluss. Neue Verteidigungslinien - wie die Festung von Mutzig - wurden gebaut, um den Anschluss an Deutschland zu sichern. Die Rückerstattung an Frankreich 1918 und die erneute Kriegsgefahr führten ab 1929 zum Bau der Maginotlinie entlang des Rheins und an der Nordgrenze zur Pfalz. Entgegen landläufiger Meinung spielte die Verteidigungslinie eine Schlüsselrolle bei der Zurückdrängung der deutschen Truppen acht Tage nach dem Waffenstillstand vom 22. 1940. Doch die französische Niederlage führte bis 1944-45 zum de facto-Anschluss des Elsasses und der Moselle an das Deutsche Reich. An die Schrecken von damals erinnern das einzige Konzentrationslager in Frankreich in Natzweiler-Struthof, und das Sicherheits- und Umerziehungslager von Schirmeck-Vorbruck, von dem nur noch wenige Spuren erhalten sind. Zeugnisse dieser bewegten Vergangenheit sind der Struthof, der Weg der Häftlinge zwischen den beiden Lagern, sowie der Fluchthelferweg, der für die Geflohenen, die Deserteure und all diejenigen, die der Zwangsrekrutierung in die deutsche Armee entgehen wollten, der Weg in die Freiheit war. Die Gedenkstätte des Elsasses und der Moselle in Schirmeck erinnert an all diese Ereignisse. Hier kann man sich einen Eindruck verschaffen von der wahren historischen Bedeutung des Elsasses. |










