Traditionen und Feste
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Der Such nach dem Sinn des Lebens oder Schutzrituale liegen vielen Traditionen zugrunde. Christlichen Feste bestimmen noch heute das Leben der Dörfer in der Region. Doch im Elsass gibt es immer einen guten Grund zum Feiern, und dies das ganze Jahr hindurch: ob Erntefest, Weinlese, Schutzheilige, Handwerkerfest, Flohmärkte Vorstellung heimischer Produkten, die Traditionen bleiben lebendig!.
Broschüre "Veranstaltungskalender Elsass" zum herunterladen.
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Christkindelsmärik, Straβburg |
| | Die Weihnachtszeit
beginnt mit dem 1. Advent, dem vierten Sonntagevor Weihnachten. Der Adventskranz und seine Kerzen symbolisieren die Ankunft des Lichts. An jedem Sonntag wird eine weitere Kerze angezündet. In dieser Zeit werden die verschiedensten “Wihnachtsbredle“ gebacken. Der Weihnachtsbaum soll auch eine elsässische Erfindung sein. Er wurde erstmals 1521 in Sélestat erwähnt! Zuerst wurde er mit roten Äpfeln, Hostien, Papierrosen, Plätzchen und Kerzen geschmückt. Die Tradition der Geschenke haben die Straßburger Evangelischen 1570 vom Nikolaustag auf den Weihnachtsabend verlegt. |
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| | Der Karneval
Soll das Frühjahr einläuten und die gesellschaftliche Ordnung vorübergehend umstürzen. Das Schleudern brennender Holzscheiben (Schieweschlawe), ein sehr altes Ritual, ist in manchen Gemeinden immer noch lebendig (Offwiller, Intzenheim/Kochersberg). |
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Lapin de Pâques - Laemmele |
| | Von Ostern bis Pfingsten
Die Tradition von Ostern hängt zunächst mit einem Ritual der Reinigung zusammen: Man macht sich an den „Oschterputz" und isst Kräuter und grünes Gemüse am „Gründunnerschda" (der grüne Donnerstag). Das Wiedererwachen der Natur, die Erneuerung des Lebens sind mit dem Ostersonntag verbunden. Das Osterlamm aus Biskuit symbolisiert die Auferstehung. Mit dem Osterhasen und seinen Eiern feiert man das Frühjahr und die Fruchtbarkeit. Am 1. Mai pflanzte man den Maibaum oder Maïe, einen grünen Strauch, der schön geschmückt wurde, als Zeichen der Wertschätzung und Liebe und zur Feier der Maiköniginnen, jungen Mädchen als Botinnen des Frühlings. Zu Pfingsten waren Rituale üblich, die die Lebenskraft der Natur feierten, symbolisiert durch Puppen aus Stroh oder Grünzeug. |
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| | Die Johannisfeuer
Zu Sommeranfang loderten im ganzen Elsass die Johannisfeuer, Anklänge an ie Sonnwendfeiern... |
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| | Die Messtis (von Messtag)
oder Kilbe, Patronatsfeste und Jahrmärkte sind dem Sommer vorbehalten. Traditionsgemäß erstrecken sie sich von Pfingsten bis Herbst. Eine Sitte war etwa der Klettermast, an den man Würste, Schinken, Brezel, gebündeltes Gemüse und Süßigkeiten hängte. Die Dorfjugend musste dann durch Geschicklichkeit versuchen, daran zu kommen! Diese Messtis werden heute durch andere Arten von Feste ersetzt (z.B. den Blumenkorso…) und vielerlei Sommerveranstaltungen. |
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| | Herbst und Winter
Nach der Ernte ist Oktober der Monat der Weinlese. Dann begannen die langen Winterabende, an denen sich mehrere Familien am «Kachelofe» einfanden und verschiedene Arbeiten verrichteten. Es wurden Werkzeuge repariert, Hanf gesponnen, Nüsse und Bucheckern geknackt… Mehrere Generationen saßen beieinander und erzählten Anekdoten und Legenden. Mit dem Martinstag endete das Wirtschaftsjahr. Die Laternenprozession hat im Rheinland heute noch Tradition. Im Elsass wurden rote Rüben ausgehöhlt und beleuchtet … und keine Kürbisse! Man erzählte, das Licht solle dem Esel des heiligen Nikolaus den Weg beleuchten. |
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